Gesamtkonzept für das ZIS Ottenschlag


Die Förderung unserer Schülerinnen und Schüler sehen wir als elementares Prinzip unseres Unterrichts. Die von uns gesetzten Fördermaßnahmen sollen die bestmögliche Entwicklung der Schüler und Schülerinnen ermöglichen. Dies soll durch folgende Schwerpunktsetzung erreicht werden:


Differenzierung:

Für jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler wird ein Förderplan erstellt, der wiederum im Team (Lehrer-Eltern-Schüler) realisiert und evaluiert wird. Jeder Schülerin und jeder Schüler hat die Möglichkeit im eigenen Lerntempo Lerninhalte zu bearbeiten. Es steht das Kind im Mittelpunkt.

Individualisierung:

Diese größtmögliche Individualisierung und Differenzierung zeichnet das Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik aus.

Die Ziele, Inhalte, Methoden und Lernmittel werden stets nach den einzelnen Schülern ausgerichtet.

Gezielte Persönlichkeitsstärkung:

Gestärkt durch eine wertschätzende Haltung, jedem einzelnen gegenüber wird die Persönlichkeit des Schülers gestärkt.

Vorbereitung auf ein selbständiges Leben:

Durch lebenspraktisches Training werden die Schülerinnen und Schüler zur Selbständigkeit und zur Selbstverantwortung geführt.



Kompetenzerwerb: Selbstständigkeit:

Im Mittelpunkt aller schulischen Bemühungen steht die größtmögliche Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler.

Die Förderung der Selbstständigkeit erstreckt sich über ein weites Aufgabengebiet. Wir sind bemüht, den Einzelnen dort zu stärken, wo sie/er es braucht: z. B.:

  • Mobilitätstraining bei körperlicher Behinderung

  • selbstständiges Essen

  • Klotraining

  • zurechtfinden im Tagesablaufen durch gleichbleibende Strukturen

  • Mahlzeiten zubereiten (Ernährung und Hauswirtschaft)

  • handwerkliche Fertigkeiten aneignen (Werken)

  • Umgang mit dem Computer

  • Verkehrserziehung

  • Erwerb von mathematischen bzw. lese- und schreibtechnischen Fähigkeiten, die ein selbstständiges Agieren in der Umwelt ermöglichen

  • Berufsvorbereitung und Zusammenarbeit mit entsprechenden Institutionen.

     

 

Soziale Kompetenz

In besonderer Weise wird auf die Soziale Kompetenz eingegangen. Dies beinhaltet die Entwicklung des eigenen Selbstwertgefühls, abgestimmt auf das Respektieren von Bedürfnissen anderer.

Die Arbeit dazu findet im Klassenverband, wie auch gegebenenfalls in Einzeltrainings mit einer Beratungslehrerin statt.

Soziales Lernen beinhaltet für uns:

  • Anerkennung und Bestärkung im individuellen Lernerfolg

  • Stärken „stärken“

  • Arbeit in verschiedenen Sozialformen (Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit)

  • Gesprächs- und Umgangsformen erlernen

  • Gefühle verbalisieren und Bedürfnisse anderer respektieren lernen

  • Konfliktlösungsstrategien entwickeln

  • Aggressionsbewältigungsstrategien einüben

 

Kognitive Kompetenz

  • Den kognitiven Voraussetzungen entsprechend, werden die Schülerinnen und Schüler nach dem für sie passenden Lehrplan unterrichtet.

  • Lehrplan der Neuen Mittelschule

  • Lehrplan der Volksschule

  • Lehrplan der Allgemeinen Sonderschule

  • Lehrplan der Sonderschule für Schwerstbehinderte

    Die Wahl des Lehrplanes richtet sich nach dem Wohl des Kindes.

 

 

Um diese Schwerpunkte umzusetzen werden folgende pädagogische Konzepte angewandt:


  • Motopädagogik bzw. Psychomotorik: Im Turn- aber auch im Regelunterricht wird die Möglichkeit zu vielfältigen, individuellen Bewegungserfahrungen gegeben und somit die gesamte Persönlichkeit angesprochen.
  • Montessoripädagogik: Spezielle Materialien, eine vorbereitete Umgebung und die individuellen Lernerfahrungen des Einzelnen stehen dabei im Vordergrund.
  • Wahrnehmungs- bzw. Teilleistungsförderung: Das Funktionieren unserer Wahrnehmung bildet die Basis allen Lernens. Gibt es in einzelnen Bereichen Schwierigkeiten ist es sinnvoll, an der Basis zu arbeiten. Bei sehr schweren Beeinträchtigungen ist eine elementare Form der Wahrnehmungsförderung notwendig.
  • Basale Stimulation ist eine Wahrnehmungsförderung aller Sinne (taktil, visuell, auditiv, haptisch und olfaktorisch, gustatorisch) und eine Bewegungsförderung. Gleichzeitig wird versucht, schwerst- mehrfachbehinderte Kinder auf ein Niveau zu bringen, auf dem sie mit ihren unabänderlichen Einschränkungen ihre normale Umgebung erleben können.
  • Körperbehindertenpädagogik : Aufgabe des Körperbehindertenpädagogen ist es, Kindern, die angeborene oder erworbene Beeinträchtigungen ihrer Bewegungsfähigkeit haben, das Erreichen von Lehrzielen der allgemeinen Schulpflicht zu ermöglichen.
  • Musikpädagogik: Musik spricht die ganze Persönlichkeit an und ermöglicht Lernerfahrungen auf vielen Ebenen.
  • Kreatives Gestalten: Durch verschiedenste Techniken ist es möglich Inneres nach außen zu kehren, Spannungen abzubauen, Ausdauer und Konzentration zu fördern bzw. sich einfach nonverbal durch Farben und Formen auszudrücken.
  • Leseförderung: Fixpunkte im Unterricht, sowie besondere Projekte sollen zum Lesen motivieren: Freie Lesestunde in der Schulbücherei, Lesetagebücher, Projekte (z.B. Pipi Langstrumpf-Projekt, Leo Leselöwe,…)
  • Projektorientierter Unterricht: Selbständiges und eigenverantwortliches Erarbeiten und Erfassen von Inhalten sind in ihrer Nachhaltigkeit unbestritten. Darum wird regelmäßig längerfristig an einer Thematik gearbeitet. Es ist ein Lernen mit allen Sinnen und findet fachübergreifend statt.
  • Legasthenie- und Dyskalkulietraining: Durch entsprechende Ausbildungen des Lehrerteams werden entsprechende Maßnahmen im Unterricht umgesetzt.
  • Sprachheilpädagogik: Nach einer ausführlichen Diagnose wird für jede Schülerin und jeden Schüler ein Therapieplan erstellt und in spielerischer Form an der Erarbeitung korrekter Sprache (Laute und Grammatik) gearbeitet.
  • Hörbehindertenpädagogik: Kinder mit einer leichten bis schwergradigen Schwerhörigkeit werden von entsprechend ausgebildeten Lehrern betreut.
  • Beratungslehrertätigkeit:  Ziel ist es, Schüler mit Auffälligkeiten im sozio-emotionalen Bereich zu unterstützen. Der Beratungslehrer steht Kindern, Eltern und Lehrerinnen zur Seite. Er arbeitet mit dem Kind, den Lehrerinnen, in den Klassen, mit den Eltern und mit außerschulischen Institutionen zusammen. Die Arbeit des Beratungslehrers hat zwei Grundprinzipien:

             Vertrauen und Diskretion.

Verschiedene Kooperationen bilden einen großen Beitrag zu unserer täglichen Arbeit

 

Kooperation mit dem „Jugendcoaching“ (Berufsvorbereitung und berufliche Integration)

Kooperation mit anderen Schulen: gemeinsame Wandertage, Ausflüge, Theaterbesuche, Projekte… (gelebte Integration)

Kooperation mit Ämtern und Behörden: Amtsarzt, Jugendwohlfahrt, Sozialabteilung

Kooperation mit therapeutischen Einrichtungen: Therapiezentrum Grainbrunn, Ambulanz für ganzheitliche Förderung, Kinderpsychiatrie,…

Kooperation mit der Schulpsychologie

Kooperation mit lokalen Betrieben

 

Zusätzliche Angebote ergänzen den Unterricht

  • Abwechslungsreiche Unterrichtsprojekte

  • Außerschulische Experten unterstützen den Unterricht

  • Eislaufen, Schi fahren,…

  • Wandertage

  • Lehrausgänge

  • Projekttage bzw. Projektwochen

  • Berufspraktische Tage und Wochen

  • Zahngesundheitsaktion Apolonia 2020